Samstag, 29. September 2007

Takrow Lot Huang

Nur einen kurzen Zwischen Bericht: Hier bei mir soweit alles Okay. Ich war letzte Woche mit Freunden Abendessen in einem recht coolen Lokal. Es liegt etwas außerhalb der Stadt, saßen im Freien und haben Live Musik während des Essen angehört.

Eigentlich wollte ich diese Woche „Takrow Lot Huang“ lernen, wenn es Abends nicht immer geregnet hätte. Takrow wird mit einem sehr leichten Rattan-Ball (oder einem aus Plastik, der so aussieht, als sei er aus Rattan) gespielt. Es geht darum, den Ball möglichst vom Boden fern zu halten. Dafür kann jeder Teil des Körpers benutzt werden – nur nicht die Hände. Jedes Team hat mindestens 5 Teilnehmer.

Ein Freund von der Arbeit hat nur gemeint: „Geh für den Anfang nicht mit dem Kopf hin, hab mir vor paar Wochen die Nase gebrochen. Und stell dich auf blaue Flecken ein wenn dich der Ball etwas hat trifft!“ – na ich bin gespannt. Hoffentlich klappt es diese Woche...

Wenn ich soweit bin wie der auf dem Bild sag ich bescheid. Regeln sind die gleichen wie beim Volleyball nur statt Hände mit dem Fuß und der Ball ist weng härter.


Montag, 24. September 2007

Kunni „Lost in Bangkok“

Letzten Mittwoch hat mich Kunni (alias „30 cm – Mann“) mich in Bangkok besucht. Leider gibt es zu diesem Treffen keine Bilder, weil weder er noch ich an eine Kamera gedacht haben. Wir saßen in einem Cafe und haben Bier getrunken. Japanisches Bier wie es uns die hübsche Bedienung erklärt hat (Kunni weiß du noch wie es heißt?). Wir wurden ab da immer von der Hübschen bedient, oder sagen wir so, wir haben immer dann was bestellt, wenn sie uns gefragt hat. Nach einem langen Gespräch unter Freunden haben ist wieder jeder seines Weges. An dieser Stelle: Kunni schön dass du da warst. Wenn du nächste Woche Zeit hast: Gleiche Uhrzeit, Gleiches Cafe?


Samstag, 22. September 2007

Der Alltag

Nach langer zeit und vielen Beschwerden dass ich mal wieder was bloggen soll, hier der neuste Stand von meinem Erlebnissen in Bangkok.
Also um es kurz zu fassen: Es ist NICHTS passiert. NICHTS aufregendes was ich jetzt hier groß Verkünden könnte. Einfach NICHTS.

Im Moment hab ich mich langsam in mein neues Alltagleben eingefunden. Jeden Morgen klingelt mein Handy pünktlich um 6:00 Uhr. Um 7:00 Uhr (Plus Minus paar Minuten) verlass ich das Haus Richtung Arbeit. Was ich gelernt hab ist, dass

  • wenn ich nach 7:00 mich auf dem weg begehe komm ich direkt in den Berufsverkehr und ärger mich „warum wieder so lange im Bad getrödelt“
  • wenn ich bisschen vor 7:00 mich auf dem weg begehe bin ich vor dem Berufsverkehr aber dann viel zu früh auf der Arbeit.

Ich hätte es nie gedacht aber paar Minuten eher oder später machen schon eine Menge aus. Auf dem weg hör ich je nach Laune die passende Musik (irgendwie macht es ja ehe jeder, okay der Satz ist beim 2. durchlesen ein bisschen doof formuliert). Bei einem 6-fach CD-Wechsler kann man viel Musik mitnehmen. Wenn viel Verkehr ist hör ich meinst Lieder wie z.B. von den Donots -„Knowledge“, wenn der Verkehr einigermaßen fließen ist und die anderen Verkehrsteilnehmer unbedingt immer die Spur wechseln müssen, dann z.B. „Move Bitch get out of my way“. Wenn es stark regnet und man alleine im Auto sitzt, während draußen die verschiedenen Leute unterschlupft suchen, die Scheibenwischer nicht mehr hinterherkommen bei den dicken Regentropfen und man von der Autobahn die Hochhäuser von Bangkok betrachten kann, hör ich am Liebsten Thailändische Liebeslieder und sing immer mit (wie gut dass ich alleine im Auto sitz und keiner mein geheule ertragen muss).

Auf Arbeit (7:50 Uhr) angekommen, erstmal alle grüßen und mir einen Kaffee machen (um 8:00 Uhr ist Arbeitsbeginn). Hey, Dicker an dieser Stelle danke, kein wunder dass du immer Kaffee trinkst, in der Küche lernt man am schnellsten viele Leute kennen und ist gleich mitten in der Firmen internen Gerüchteküche immer auf dem aktuellsten Stand. Ich wusste es selber nicht einmal dass ich eine Freundin in der Firma hab oder dass manche denken ich sei schwul, wow was man alles so mitbekommt. Irgendwie bin ich jetzt schon voll zum Kaffeesäufer geworden. Um 9:00 trink ich meinst schon meine 2. Tasse, dann geht’s im 90 min Tack weiter bis 17:30 Uhr (die Zeit wenn ich Aufhöre zu arbeiten).
Was ich so den ganzen Tag mache, neben dem Kaffee trinken? Also ich programmier im Moment eine Weboberfläche mit Datenbankanbindung für die Lagerabteilung, damit sie die Waren direkt in ihre Hauptdatenbank abgespeichert werden können. Das alte Windows Programm soll auf Grund von Unflexibilität abgeschafft werden. Nicht so ganz einfach, weil ich es in einer Sprache schreiben soll mit der ich noch nie was zu tun hatte, aber es macht riesigen Spaß und mein Chef hat immer Zeit um mir Tricks zu zeigen oder Tipps zu geben wie ich es noch besser machen könnte. Aber ich glaub für jeden ist es klar dass ich nicht den ganzen Tag mit Programm schreiben verbringe. Neben den kreativen Kaffeepausen geh ich immer noch gern durch die Produktionshallen spazieren. Immerhin müssen neue Freundschaften gepflegt werden.
Mittagsessen, geh ich immer noch mit meinen Frauen in die Kantine oder gehen draußen essen. Ich, der im letzten Eck vom Großraumbüro sitzt, hol auf dem Weg in die Kantine oder zum Ausgang meine Clique zum essen ab. Beim Mittagessen haben wir eine Gemeinschaftskasse gegründet, aus dem wir das Essen bezahlen. Reis ist in der Kantine für alle kostenlos, was wir nur bezahlen müssen sind die Beilagen (Curry, Fisch, oder andere lecker thailändisches Essen). Für mich ist dies ganz praktisch. Immerhin bin ich der, mit dem größten Appetit, und komm da recht kostengünstig zu meinem Mittagessen. Nach dem Mittagessen treffe ich mich dann wieder mit meiner Kaffeecrew um 15:00 zum Kaffee trinken. Bis Arbeitsende 17:30 Uhr passiert nicht mehr sehr viel. Außer dass ich ziemlich oft aufs Klo muss wegen dem ganzen Kaffee. Auf dem Heimweg hör ich dann wieder die gleiche Musik wie auf dem Hinweg. Aber im Moment zeichnet sich eine Tendenz – Richtung mehr Thailändische Lieder ab, alles Liebeslieder.

Ach ja vielleicht doch ne Neuigkeit. In der Mittagspause gebe ich jetzt immer Montag, Mittwoch und Freitag Deutschunterricht. In der einen Stunde Mittagspause hab 30 min essen Zeit zum essen. Die anderen 30 min halte ich meinen Unterricht im großen Besprechungszimmer. Von ursprünglich 7 Leuten ist meine Klasse auf 21 angewachsen. Einer meiner Schüler ist der Chef von der Firmenniederlassung in Thailand. Es ist erstmal ein Versuch. Mal abwarten wie sich das ganze entwickelt. Irgendwie macht mir das Lehrer sein echt Spaß. Soll ich vielleicht doch Lehrer werden? Oder macht mir nur Spaß weil ich so viele Schülerinnen habe (gerade mal 4 Kerls in der Klasse) und manche fragen ob ich auch „one by one“ – Unterricht erteile?

So das war erstmal…

Hier paar Bilder einfach so zu anschauen:

Paar Minuten später und schon Verkehr auf der Autobahn

Paar Minuten eher alles Frei
Ein Käfer in der Großstadt
Abends wenn ich Thai Musik hör...


Was so zum Mittag gibt wenn wir nicht in der Kantine essen:








Dienstag, 11. September 2007

Bere und Jonny in Thailand

Bere und Jonny sind seit Freitag in Thailand. Samstag waren wir auf dem Wochenendemarkt Chatuchak. An einem der heißestes Tage durch einen Markt zu wandern, der noch zusätzlich nur mit Blechdach überdeckt ist. Bere hat geschwitzt, Jonny hat geschwitzt und bei mir lief ein Wasserfall den Rücken runter. Wäre am liebsten ins nächst beste Einkaufszentrum, einfach um mich nur abzukühlen.


Stand auf dem Markt

Hey Domi schau mal hier...

Jonny und Bere


Auf dem Weg zur nächsten U-Bahnstation sind wir durch den Park gelaufen und haben folgendes gesehen (siehe Bild).

Eine Lions Uhr, mitten im Park hier in Bangkok

Von dort aus sind wir per U-Bahn zum Hua Lamphong Hauptbahnhof gefahren, um die Zugfahrkarten von Ayutthaya nach Chiang Mai zu kaufen. Nichts Weltbewegendes.

Der Hauptbahnhof Hua Lamphong

2 Freunde beim Mittagessen

Am Abend haben wir die Siam Niramit Show angesehen. Ganze 1500 Bath pro Person (ca. 30€). Recht teuer, aber hat sich rentiert. Die Show war echt phantastisch. Die Bühne war voll super modern. In der einen Szene noch festen Bühnenuntergrund, nach einer kurzen Umbauphase plötzlich einen See in dem die Künstler schwammen und in nächsten Szene ein Fluss mit kleinen Booten (Kanugröße) mit denen die Statisten von einem Ende zum anderen Ende und umgekehrt gerudert sind. Elefanten gehörten auch zur Show, die waren erst auf der Bühne und sind später durch Publikum gewandert. Echt sau cool des ganze.

Der Eingang

Ein Elefant

Bere wollt sich mal fotografieren lassen

Dann wollt ich auch mal...




Sonntag, 9. September 2007

Der Tag an dem es dunkel wurde…

oder Stromausfall in der Ekkamai. Es war ein ganz normaler Donnerstag wie jeder anderer. Ein fast normaler Tag. Wie jeden Tag komm ich ganz gewöhnlich gegen 19:00 daheim an. Nachdem Essen mit meiner Tante bin ich kurz zu meinem Cousin (er ausnahmsweise mal eher da als sonst) gelaufen, um ein bisschen zu quatschen. Während unser Männergespräch über die üblichen Themen Karriere, Autos, Frauen… die plötzliche Dunkelheit. „Na super dacht ich mir. Ich hab mich noch nicht mal geduscht!“. Als der Strom nach 45 min nicht wieder kam, muss es was größeres sein. Kurz drauf kam schon der Jarat (Mann von unserer Haushälterin) und erzählte dass vorne an der Hauptstraße ein Auto den Transformator umgefahren hat und es wahrscheinlich bis Mitternacht dauert den auszutauschen. Damit mein Cousin und ich nicht den ganzen Abend in der wärme sitzen müssen, sind wir einen Block weiter zum Eisessen gefahren.

An dem Abend hab ich mich nicht mehr geduscht. Ich hätte mich auch kalt geduscht. Nur doof dass Sie seit 3 Wochen die Wasserleitungen in der Straße am austauschen sind und das Wasser ausgerechnet an diesem Tag vorübergehen abgedreht haben. Duschen wäre nur mit der Pumpe gegangen, aber so was braucht ja Strom.

Der Tag kann gar nicht mehr schlimmer kommen.
Kein Strom, keine Pumpe, kein Duschen.
Kein Strom, keine Klimaanlage, also in der Hitze schlafen.

Um es bisschen abzukürzen. Der Strom kam erst am nächsten Tag wieder. Natürlich nachdem ich das Haus bereits verlassen hab, mitten auf dem weg zur Arbeit.

Freitag, 7. September 2007

1. Woche auf Arbeit.

Erste Woche ist nun rum und es macht riesigen Spaß. Im Moment lern ich noch wo sich was befindet und wer für was zuständig ist. Die Leute sind hier super nett. Mein erster Arbeitstag begann gleich damit bei der Inventur zu helfen. Die ganzen verschiedenen Abteilungen haben ihre Leute in die Lagerhallen geschickt um per Hand einmal durchzuzählen ob alles noch nach dem in der Datenbank angeben Mengen übereinstimmt. Für einen ersten Tag hat mir das echt sehr viel geholfen. Durch die Lockere Atmosphäre habe ich auf einen Schlag so viele Leute kennen gelernt. Jeder ist neugierig wer der neue ist und wie er zu der Firma gekommen ist. Man wird einfach angesprochen oder automatisch dem nächsten Vorgestellt und er stellt einen weiter vor. Die folgenden Tage, dadurch dass ich mit einem Techniker durch die Produktionshallen wandere, kenn ich auch paar Leute am Fließband. Jetzt müsste ich mir nur erstmal alle Namen merken können. Ist so nicht einfach. Wenn die Namen ein bisschen Deutsch klingen würden. Golf ist anscheinend der Interne Betriebssport. Viele der neuen Arbeitskollegen haben mich zum Golf spielen eingeladen. Mal schauen vielleicht ergibt sich noch was.

Zum Mittag geh ich immer mit den Kolleginnen (alle von 23-25) aus den anderen Abteilungen. Sind echt alle nett und kümmern sich voll um mich. In dieser einen Woche wissen sie schon ungefähr was ich mag und was ich nicht esse. Ach ja… ist es schön hier.


Erste Woche rum heißt auch eine Woche alleine Autofahren, ohne Tante. Ich hab meine Fahrweise jetzt erstmal an der hier herrschenden Macht auf der Straße angepasst. Also wenn der in der Mitte zu langsam fährt und rechts (hier in Thailand ist Linksverkehr) ist alles voll, überholt man einfach Links (also wenn man in Deutschland an einem auf der Autobahn Rechts vorbei fahren würde). Echt entspannend so zu fahren dann. Links und rechts überholen. Da könnt man echt verleitet dazu werden zu rasen. Beim rausfahren aus Seitengassen oder beim Spurwechseln muss man einfach sobald das Auto reinpasst, losfahren. Sonst kommt man nie raus. Aber ich muss immer noch aufpassen dass ich das Lichthupensignal nicht falsch interpretiere. Neulich auf dem Weg zu Arbeit wollt ein Reisebus die Spurwechseln und hat bestimmt schon eine Ewigkeit geblinkt. Ich als netter Autofahrer hab kurz abgebremst und wollte im per Lichthupe signalisieren dass er ruhig die Spur wechseln kann. Nur hab ich ja wieder mal nicht dran gedacht dass Lichthupe doch heißt: „Bleib bloß wo du bleibst!“. Das erklärt warum er während des Spurwechselvorgangs abrupt abgebrochen hat.


Ob der ein bischen überladen ist???



Sonntag, 2. September 2007

Chachoengsao

Am Sonntag war ich mit Freundinnen in Chachoengsao. Es ist eine Stadt/Vorort von Bangkok (ca. 60 min Autofahrt entfernt). Irgendwie weiß ich gar nicht was ich jetzt drüber schreiben soll. Also es ist ein Alter Markt mit lauter verschiedenen Thailändischen Essen, alles Spezialitäten auf altmodische Art gemacht. Ich glaub langsam wiederhol ich im aber das Essen schmeckt einfach so gut, dass ich es einfach nicht oft genug sagen kann. Wenn es so weiter geht werde ich bestimmt mal richtig dick und bin nicht nur mollig. Es wird langsam Zeit dass ich mich sportlich betätige. Nachdem lecker Mittagessen sind wir bisschen durch dem Markt getrödelt und wieder heim. Auf dem Heimweg haben mir noch Kokosnüsse gekauft. Eine gleicht getrunken eine für hause. Ach ja, gut geschmeckt hat sie. Aber dann musste ich dringend mal. Nach so viel Input folgt ebensoviel Output. Wie gut dass wir an einer Tankstelle vorbeigefahren sind. Wie gut dass an jeder Tankstelle es ein Klo gibt. Wie doof dass dummerweise das Klo so ausschauen musste (siehe Bild). Sonst verlief der Tag recht lustig weiter, aber nicht weltbewegendes was ich erzählen könnte.

Bild vom Markt



Haus von den Marktbewohner

Der Kokosnüssen Stand